Sanierung Textilfabrik „Alte Näherei“ Augsburg
Sanierung einer alten Näherei zum Mehrfamilienhaus mit Holzfassade und Flachdach — Wohnbau mit regionalem Materialbezug.




Die Entscheidungen, die das Projekt definiert haben.
Bestandsanalyse und Aufgabenstellung
Die ehemalige Textilfabrik „Alte Näherei“ in Augsburg steht leer. Substanz und Tragstruktur sind erhaltenswert — doch die ursprüngliche Nutzung ist Geschichte. Die Aufgabe der HOAI 1–3: Bestandsaufnahme, Zielklärung mit dem Bauherrn und Prüfung der baurechtlichen Voraussetzungen für eine Umnutzung zum Mehrfamilienhaus. Industriecharakter und neue Wohnqualität müssen kein Widerspruch sein.
Entwurfsidee und Materialkonzept
Das Entwurfskonzept der HOAI-Leistungsphase 3 setzt auf den Dialog zwischen Bestand und Eingriff. Ein massiver Beton-Sockel, der die Industriegeschichte referenziert, erhält eine vorgehängte Holzfassade als neues Gesicht. Das konsequente Flachdach betont den Übergang von der Fabrik zum Wohngebäude. Materialien wurden so gewählt, dass sie den Kontext respektieren und gleichzeitig eine klare Haltung zeigen.
Visualisierung und Bauherrn-Abstimmung
Entwurfsrenderings aus SketchUp und Enscape machten die Materialkombination aus Beton und Holz früh beurteilbar — Tageslicht, Schattenwurf und Fassadendetails wurden in mehreren Varianten durchgespielt. Parallel entstand eine Animation, die das fertige Gebäude im städtischen Kontext Augsburgs zeigt. Der Bauherr konnte so fundiert entscheiden, bevor kostenrelevante Planungsschritte eingeleitet wurden.
Lieferumfang und Mehrwert
Abgeliefert wurden HOAI 1–3, ergänzt durch Visualisierung und Animation. Der Bauherr erhielt ein abgestimmtes Entwurfspaket, das die Grundlage für Baugenehmigung und Ausschreibung bildet. Der dokumentierte Prozess zeigt, wie industrielles Erbe in Augsburg ohne Identitätsverlust in zeitgemäßen Wohnraum überführt werden kann — mit klarer Materialsprache und belastbarer Planung.