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Hotel Löwen Nesselwang: barrierefrei umbauen, ohne den Betrieb zu verlieren

Ein Familienhotel am Fuß der Allgäuer Alpen wird barrierefrei zugänglich, bekommt einen Wintergarten und macht aus der früheren Gaststube Apartments. Sechs Visualisierungen zeigen den geplanten Zustand — und warum der Zugang im Bestand der schwierigste Teil ist.

Daniel Lenzenhuber

Hotel Löwen Nesselwang: barrierefrei umbauen, ohne den Betrieb zu verlieren

Der Familienhotel Löwen in Nesselwang liegt auf rund 900 Metern am Fuß der Allgäuer Alpen — ein familiengeführtes Haus, das weiterlaufen soll, während es sich verändert. Für den Umbau haben wir Konzeption, Genehmigungsplanung und Visualisierung übernommen. Die Bilder dazu stehen jetzt auf der Projektseite.

Drei Eingriffe

Barrierefreier Zugang. Das Haus wird stufenlos erschlossen — der Weg führt ohne Absatz zum Portal, mit Handlauf und ausreichend Wendefläche.

Wintergarten. Ein Anbau als heller Aufenthaltsbereich, der die Dachneigung des Bestands aufnimmt, statt sich dagegen zu stellen: leichte Glas-Stahl-Konstruktion vor verputzter Fassade, begrünte Vorzone.

Umnutzung der Gaststube. Wo früher gastronomisch gewirtschaftet wurde, entstehen Apartments — eine Nutzungsänderung, die genehmigt werden muss und nicht nur eine Frage der Möblierung ist.

Warum der Zugang im Bestand das Schwierigste ist

Im Neubau ist Barrierefreiheit eine Planungsaufgabe: Man setzt den Eingang dorthin, wo er ohne Stufe erreichbar ist, und dimensioniert die Flächen von Anfang an richtig.

Im Bestand liegt der Eingang bereits — meist genau dort, wo eine Rampe unbequem wird. Dann sind die Zwänge real: das vorhandene Geländeniveau, die Höhe des Erdgeschosses über der Vorfahrt, die Länge, die eine Rampe bei zulässiger Neigung tatsächlich braucht, die Wendekreise davor und dahinter. Wer das nicht früh durchrechnet, baut am Ende eine Anlage, die zwar die Vorschrift erfüllt, aber aussieht wie eine nachträgliche Korrektur — und Gäste, die sie brauchen, um das halbe Haus herumführt.

Genau deshalb visualisieren wir solche Umbauten früh. Auf den Bildern lässt sich beurteilen, ob der Zugang selbstverständlich wirkt oder angeklebt. Das ist keine Geschmacksfrage: Ein Hotel, in dem der barrierefreie Weg der unattraktivste ist, hat sein Ziel verfehlt.

Bei Bergwind hat dieses Thema noch eine zweite Ebene. Unser leitender Ingenieur Richard Frank sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl — er beurteilt Zugänglichkeit nicht nach Tabelle, sondern aus täglicher eigener Erfahrung.

Die Bilder

Sechs Visualisierungen zeigen den geplanten Zustand: die Anlage aus der Distanz, die Vorfahrt, den Wintergarten von außen und von der Terrasse, das Eingangsportal und die Rückseite. Alle sechs auf der Projektseite.

Sie planen einen Umbau im Bestand — Hotel, Gastronomie oder Wohnen — und wollen vorher sehen, was herauskommt? Sprechen Sie uns an.

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